Website-Relaunch: Die Checkliste für ein gelungenes Projekt
Worauf es vor, während und nach einem Relaunch wirklich ankommt – von SEO über Content bis zur technischen Umsetzung.
Ein Relaunch ist selten nur ein neues Design. In den meisten Fällen steht dahinter ein Unternehmen, das gewachsen ist, dessen Website aber stehengeblieben ist: Die Struktur passt nicht mehr zum Angebot, die Ladezeit bremst, Inhalte sind veraltet und mobile Nutzer springen ab.
Genau deshalb scheitern viele Relaunches nicht am Design, sondern an der Vorbereitung. Wer ohne Zieldefinition, ohne Content-Plan und ohne technischen Umzugsplan startet, tauscht am Ende eine hübschere Website gegen weniger Anfragen. Diese Checkliste führt dich durch alle Phasen – von der Analyse bis vier Wochen nach dem Go-live.
1. Ziele definieren, bevor irgendetwas gestaltet wird
Ein Relaunch braucht ein messbares Ziel. „Moderner aussehen“ ist keines. Formuliere stattdessen konkret, was die neue Website leisten soll: mehr qualifizierte Anfragen, kürzere Verkaufszyklen, weniger Support-Mails, höhere Sichtbarkeit für bestimmte Leistungen.
Lege dazu Kennzahlen fest, die du vor dem Relaunch misst und danach vergleichst. Ohne Ausgangswerte lässt sich später nicht beurteilen, ob das Projekt erfolgreich war.
- Anfragen pro Monat über Formular, Telefon und E-Mail
- Conversion-Rate der wichtigsten Landingpages
- Organische Sichtbarkeit und Rankings der Top-20-Keywords
- Ladezeit und Core Web Vitals auf Mobil und Desktop
- Absprungrate und Verweildauer auf den Leistungsseiten
2. Bestandsaufnahme: Was funktioniert bereits?
Bevor du Seiten löschst, brauchst du Daten. Exportiere alle bestehenden URLs und gleiche sie mit den Zugriffszahlen und Rankings ab. Seiten, die regelmäßig Besucher bringen, sind Kapital – sie werden übernommen oder sauber weitergeleitet, nicht ersatzlos gestrichen.
Gleichzeitig zeigt die Analyse, welche Inhalte niemand liest. Diese Seiten sind Kandidaten zum Zusammenlegen. Eine starke, ausführliche Seite schlägt fünf dünne Seiten zum gleichen Thema fast immer.
3. Struktur und Navigation aus Kundensicht denken
Die häufigste Schwäche gewachsener Websites ist eine Navigation, die das Organigramm des Unternehmens abbildet statt der Fragen der Kunden. Besucher suchen nicht nach Abteilungen, sondern nach Lösungen.
Baue die Struktur deshalb entlang der Leistungen und der typischen Einstiegsfragen auf. Jede Leistung verdient eine eigene, vollwertige Seite – das hilft Kunden bei der Orientierung und Suchmaschinen bei der thematischen Einordnung.
- Maximal sieben Hauptpunkte in der Navigation
- Jede wichtige Seite in höchstens drei Klicks erreichbar
- Sprechende, dauerhafte URLs ohne Parameter-Wildwuchs
- Eine eindeutige primäre Handlungsaufforderung pro Seite
4. Content zuerst, Design danach
Ein Layout, das mit Blindtext entworfen wurde, fällt in dem Moment auseinander, in dem echte Inhalte einziehen. Sammle deshalb früh die realen Texte, Referenzen, Preise und Bilder – oder plane bewusst Zeit für deren Erstellung ein.
Achte dabei auf eine saubere Überschriftenhierarchie: eine H1 pro Seite, darunter H2 für die Hauptabschnitte und H3 für Details. Das verbessert Lesbarkeit, Barrierefreiheit und Verständlichkeit für Suchmaschinen gleichzeitig.
5. Technische Basis: Tempo, Mobil, Zugänglichkeit
Die meisten Besucher kommen über das Smartphone. Wenn die Seite dort langsam lädt oder Buttons zu klein sind, verlierst du sie, bevor der erste Satz gelesen wurde. Optimiere Bilder in moderne Formate, lade sie verzögert und halte Skripte schlank.
Barrierefreiheit ist kein Extra: ausreichende Kontraste, klare Fokuszustände, sinnvolle Alternativtexte und bedienbare Formulare kommen allen Nutzern zugute – und senken das rechtliche Risiko.
6. Der SEO-Umzug: Hier entscheidet sich der Erfolg
Der klassische Relaunch-Fehler ist eine neue URL-Struktur ohne Weiterleitungen. Ergebnis: Rankings verschwinden, Verlinkungen von außen laufen ins Leere, Anfragen brechen ein.
Erstelle deshalb eine vollständige Weiterleitungsliste, in der jede alte URL auf ihr thematisch passendes neues Pendant zeigt – dauerhaft weitergeleitet, nicht pauschal auf die Startseite.
- Vollständige 301-Weiterleitungen von alt nach neu
- Seitentitel und Meta-Beschreibungen für jede Seite
- Canonical-Tags gegen doppelte Inhalte
- Aktualisierte XML-Sitemap und robots.txt
- Strukturierte Daten für Unternehmen, Leistungen und FAQ
7. Testen vor dem Go-live
Teste die neue Website auf echten Geräten, nicht nur im Browser-Simulator. Prüfe jedes Formular bis zur ankommenden E-Mail, kontrolliere Links, Rechtstexte und Cookie-Einstellungen.
Ein zweites Augenpaar von außen findet in dreißig Minuten Dinge, die das Projektteam nach Wochen nicht mehr sieht.
8. Nach dem Launch: vier Wochen aktiv beobachten
Der Launch ist der Anfang, nicht das Ende. Beobachte in den ersten Wochen Serverfehler, 404-Seiten, Indexierungsmeldungen und die Entwicklung deiner Rankings.
Kleine Schwankungen sind normal. Wenn sich die Werte nach vier bis sechs Wochen nicht stabilisieren, liegt fast immer ein technisches Detail im Umzug im Argen – meist eine fehlende Weiterleitung oder eine versehentlich blockierte Seite.
Fazit
Ein guter Relaunch ist ein Projekt mit klaren Zielen, sauberem Content und einem technisch durchdachten Umzug. Design ist dabei der sichtbare Teil – der Erfolg entsteht in der Vorbereitung.
Wenn du deinen Relaunch planst und einen Partner suchst, der Struktur, Technik und Gestaltung zusammendenkt: Wir übernehmen das Projekt zu festen Preisen und mit klaren Leistungen.
Projekt im Kopf? Lass uns sprechen.
Professionelle Websites und Onlineshops. Klare Leistungen. Feste Preise.